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Wolfram Sailer : Warum nur sechs, warum nicht eine neunjährige Grundschule?. 22.10.2010
In Bremen wurden 1994 zwei Schulversuche mit sechsjährigen Grundschulen eingerichtet - sie konnten sich nicht halten, weil manche Eltern ihre Kinder nach der vierten Klasse auf`s Gymnasium schickten. Inzwischen gibt es in Bremen nach der vierten Klasse entweder die Möglicheit, eine Oberschule zu besuchen und nach der 10. Klasse mit erweiterter Berufsbilungsreife oder mittlerem Bildungsabschluss die Schule zu verlassen, oder auf der Oberschule in insgesamt dreizehn Jahren zum Abitur zu kommen - wer dagegen auf`s Gymnasium geht, kann nach 12 Jahren Abitur machen. Alles ist also vom Ende, vom Abitur her, gedacht, nicht vom Kinde aus. Was ich nicht verstehe, ist, warum nach der vierten Klasse ein Bruch sein muss. Warum geht es nicht gleich weiter in einer Grundschule für alle Kinder eines Stadtteils bis zur 9. Klasse und dann zur Aufteilung in Ausbildung einerseits und Oberstufe zum Abitur andererseits. Dies würde einer demokratischen Gesellschaft gut anstehen und es erlauben, dass die, die länger brauchen, bis sie wissen, was sie wollen, sich auch erst später entscheiden müssen. Und dass wir alle junge Menschen möglichst gut ausbilden sollten, verlangt uns nicht nur unsere demokratische Grundhaltung ab, sondern auch der Gedanke daran, dass immer weniger junge Menschen immer mehr Rentnerinnen und Rentner alimentieren müssen - dazu müssen alle möglichst gut ausgebildet sein, gerade auch die Kinder der Zugewanderten.
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